Strategische Metalle – Positiver Trend hält an (68)

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Auch die Diskussionen rund um einen möglichen Handelskrieg haben den positiven Preistrend nicht stoppen können. Die Preise vieler Metalle befinden sich weiterhin im Höhenflug.

Gallium nochmals verteuert

In den zurückliegenden Monaten hat der Gallium-Preis stark angezogen. Verantwortlich dafür zeigt sich u.a. die positive Entwicklung beim 5G-Netz, welches eine neue Ära im Mobilfunk einläuten wird. Ein steigender Bedarf aus der LED-Industrie gepaart mit aktuellen Lieferengpässen sind weitere Gründe für einen stabilen Gallium-Preis. Laut Argus Metals liefert China als weltweit größter Produzent monatlich derzeit ca. 25t Gallium bei einer gleichzeitigen Nachfrage von ca. 30t. In 2016/17 hatten Preistiefststände noch dazu geführt, dass Produktionsanlagen über Monate stillgelegt bzw. ganz geschlossen wurden.

Germanium weiterhin sehr stabil

Seit der Veröffentlichung unseres letzten Newsletters hat der Preis nochmal um ca. 10% angezogen. Ein Ende dieser Preisentwicklung ist derzeit nicht absehbar. Denn insbesondere Engpässe in der Rohstoffversorgung sind aktuell dafür verantwortlich, dass Produzenten kein zusätzliches Material bereitstellen können.

Indium weiter spannend

Auch der Indium-Preis hat in den letzten 2 Monaten noch einmal um 20% zugelegt. Allerdings ist diese Entwicklung nicht unbedingt gestützt von gesteigertem Verbrauch, sondern vielmehr getrieben vom Handel bzw. von erwartungsvollen Investoren.

Kehrtwende bei Seltenen Erden

Nach Ende der Feierlichkeiten zum chinesischen Neujahrsfest hat sich der Preis verschiedener Seltenerdmetalle wieder verteuert. Erhöhte Nachfrage gekoppelt mit Lieferengpässen zeigt sich hierfür verantwortlich. Zudem haben die diversen Umweltauflagen der Regierung dafür gesorgt, dass auch die Preise für das Erz spürbar angezogen haben. Insofern darf man durchaus von einem nachhaltigen Effekt ausgehen. Passend dazu halten sich aktuell viele Anbieter zurück in Erwartung höherer Preise.

Neue Windparks erhellen Ausblick für Seltene Erden

Länder wie Frankreich, Polen und Italien verfügen über die längsten Küstenabschnitte Europas. Doch Offshore-Anlagen sind bis dato äußerst rar. Dies soll sich nun ändern. Neue Projekte wurden ins Leben gerufen. So plant Frankreich, den Anteil an regenerativer Energie bis zum Jahr 2030 auf 40% zu erhöhen. Auch wenn bis zur Realisierung noch viele Jahre vergehen werden, der Einsatz der sogenannten Magnetmetalle ist gewiss.