Abwertung der US-Währung zeigt deutliche Spuren (67)

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Die aktuelle Schwäche des US Dollars hat sich in den letzten Tagen zunehmend auf die internationalen Rohstoffmärkte ausgewirkt. Die meisten Rohstoffe werden in USD notiert. Doch die derzeitige Abwertung der US-Währung belastet zunehmend Produzenten in Förderländern wie etwa Südafrika oder China. In der Folge ist die USD-Notierung für die meisten Platinmetalle, aber auch für viele Technologiemetalle sowie die Gruppe der Seltenen Erden in den letzten Tagen gestiegen.

Germanium auf 2-Jahres-Hoch

Nicht nur die Schwäche des USD, sondern auch Lieferengpässe bei Germanium haben den Preis zuletzt deutlich steigen lassen. So wurden in China mehre Schmelzöfen stillgelegt, da Umweltauflagen nicht mehr erfüllt werden. Hinzu kommen technische Probleme bei der kanadischen Teck Resources, einem der weltweit größten Produzenten dieses Metalls. Diese besondere Gemengelage lässt erwarten, dass die Preise im USD-Dollar ihren Höhenflug fortsetzen werden.

Indium und Gallium ebenfalls mit positivem Trend

Neben dem Effekt der aktuellen Dollarabwertung hat ein zunehmendes Interesse durch Investoren die Preise der beiden Elektronikmetalle zuletzt deutlich steigen lassen. Beide Metalle befinden derzeit auf einem 3-Jahres-Hoch! Unterstützung bekommen die aktuellen Notierungen zudem durch eine Verknappung in China, was unter anderem auf die derzeitigen Umweltmaßnahmen der chinesischen Regierung zurückzuführen ist. Die bevorstehenden Feiertage zum chinesischen Neujahrsfest lassen kurzfristig keine Entspannung erwarten, zumal chinesische Fertigungsanlagen dann für ca. 2 Wochen stillstehen werden.

Ähnliches Bild bei den Seltenen Erden

Nach dem deutlichen Preisrückgang zum Jahresende haben die meisten Elemente aus der Gruppe der Seltenen Erden zuletzt wieder zugelegt. Auch hier sind die Gründe sehr ähnlich: Verknappung durch Umweltauflagen, sowie die Abwertung der Handelswährung US-Dollar. Insofern sollte man auch bei diesen Metallen davon ausgehen, dass die Exportpreise bis zum Beginn des chinesischen Neujahrs Mitte Februar fester tendieren werden. Denn wer sich nicht rechtzeitig eindeckt, dem könnten Versorgungsengpässe drohen.